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Geschichte des Bahnhofs Seifersdorf


Mit dem Beschluss zum Bau der Talsperre Malter im Juni 1907 begann die Entwurfsplanung für eine neue Bahntrasse der Weißeritztalbahn zwischen Spechtritz und Dippoldiswalde. Anfangs ging man davon aus, in Seifersdorf und in Malter Haltepunkte für den Personenverkehr und einen gemeinsamen Güterbahnhof für beide Orte in Höhe der späteren Sperrmauer anzulegen. Die Vorentwurfsplanung schloss allerdings mit dem Vorschlag ab, für beide Orte einen eignen Bahnhof anzulegen, der allen Verkehrsaufgaben gerecht wird. Genau dieser Schritt begründete den noch heute existierenden Bahnhof Seifersdorf. Das von Spechtritz bis zur Sperrmauer vorhandene, später alte Streckengleis sollte als Anschlussgleis für anzusiedelnde neue Unternehmen in der Talaue verbleiben, ein auch noch heute legitimer Ansatz der Wirtschaftsförderung.

Das Enteignungsverfahren zum Erwerb der Flurstücke, auf dem heute der Bahnhof Seifersdorf steht, fand am 07. August 1909, 10.00 Uhr in OPPELT's Bahnrestaurant Seifersdorf (später Gaststätte "Zum Weißeritztal") statt.

Auf Grund der bestehenden Bebauung am linken Talhang musste man in der Ortslage Seifersdorf mit der Trasse und dem Bahnhof auf die rechte Talseite mit den steilen Felspartien ausweichen. Nur drei Gebäude mussten dem Bahnbau weichen, ein Wohnhaus und eine Scheune von PAUST und das FISCHERsche Wohnhaus. Der Abbruch dieser Häuser war aber nicht im Bahnbau selbst begründet, sondern in einer großzügigen Anbindung der Straßenzufahrt zum neuen Seifersdorfer Bahnhofs. Der Sägewerksbesitzer Ernst KÖNIG (ab März 1910 durch seinen Sohn Bruno als Nachfolger vertreten) forderte in der Planfeststellungsverhandlung am 06. August 1910 eine 6 m breite Zufahrt zum Bahnhof, um endlich auch 20 m lange Baumstämme per Bahn empfangen. Seine Forderung machte sogar den Neubau der Seifersdorfer Straßenbrücke über die Rote Weißeritz und eine deutliche Verschiebung des Straßenverlaufes nach Oelsa erforderlich. Und nur dazu mussten die drei Seifersdorfer Häuser fallen. Mit Herrn PAUST und Frau OPPELT, als Eigentümer des Grundstücken von FISCHER, erreichte man hierzu am 07. Juli 1911 Einigung.

Mit Beginn des Bahnbaus und den Bauarbeiten an der Talsperre Bauarbeiten stieg der Güterverkehr sprunghaft an. Da es sich aber hauptsächlich um ganze Wagenladungen handelte, ließ die Bahnverwalterei Dippoldiswalde auch nur die Ladegleise verlängern. Der (alte) Bahnhof Seifersdorf erhielt sogar ein zweites Ladegleis, mit dem sich die Gesamtnutzlänge von 47 m (1909) auf 130 m (1910) erhöhte.

Mit Beginn der Bauarbeiten hatte man sich dahingehend entschieden, nicht wie zuvor vorgesehen, den Seifersdorfer Bahnhof bei km 9,1 in Höhe der Holzbaufirma Dietze & Legler zu errichten (oberhalb der Kreuzung mit der Oelsaer Straße), sondern in Höhe von KÖNIGs Sägewerk zu bauen. Es sollte ein Bahnhof mit einem Bahnsteig am durchgehenden Streckengleis und mit einem Ladegleis für den Güterverkehr sein. Einziger Protest gegen die Lage des Bahnhofs Seifersdorf kam von der Gemeinde Oelsa, da Kies von den dortigen Gruben in Seifersdorf verladen wurde und man um jeden Meter Straßentransport feilschte. Die Bauarbeiten und die Konjunktur ließen die Zahl der täglichen Züge sprunghaft ansteigen. Deshalb regte Baurat HEIM im Februar 1911 den Bau eines Kreuzungsbahnhofes für Güterzüge oberhalb des bestehenden Bahnhofes Spechtritz an. Die Entscheidung fiel aber am 2. September 1911 zu Gunsten des Ausbaus des neuen Seifersdorfer Bahnhofs zum Kreuzungsbahnhof, da in einem Vergleichsprojekt für den Bau eines Bahnhofes bei Spechtritz wesentlich höhere Kosten ermittelt wurden. So kam es zu einem zusätzlichen Bahnhofsgleis in Seifersdorf, heute das Hauptgleis 1, das den zusätzlichen Abtrag von ca. 4.000 m3 Fels erforderte.

Der Bahnhof Seifersdorf erhielt, so wie der Bahnhof Malter auch, ein Empfangsgebäude, ein Toilettengebäude (Freiabtritt) und einen einlukigen Güterschuppen. Vom Hochbaubüro der Generaldirektion der Staatsbahnen war vorgeschrieben worden, alle Gebäude in Mauerwerksbauweise mit vollflächiger Holzverkleidung auszuführen. Die Entwürfe lagen dem Sächsischen Heimatschutzverein zur Begutachtung vor, weil der Verein eine landschaftsgebundene Gestaltung verlangte. Der Bau der Seifersdorfer Bahngebäude wurde als Los 1 von insgesamt drei Losen am 07. und 12. Mai 1912 in fünf Tageszeitungen ausgeschrieben. Angebote gingen ein von: Baumeister L. A. FRITZSCH (Dippoldiswalde), Baumeister Johann RIEDEL (Coßmannsdorf), Baumeister A. WÜNSCHMANN (Rabenau), Baumeister M. Schwenke (Dresden), Baumeister HEGER (Potschappel) und Architekt R. RICHTER (Deuben). Die Submission fand am 06. Juni 1911 statt. Die Ausführung übertrug man dem Baumeister FRITZSCH, Dippoldiswalde, da er sich mit seinem Angebot in annehmbarer Höhe zugleich für die Ausführung aller Baulose bewarb. Als Termin der Fertigstellung gab die Bahn ursprünglich den 01. Oktober 1911 vor, der aber schon mit der Erteilung des Zuschlages auf 15. Dezember 1911 für die Gebäude in Malter und auf 01. März 1912 für jene in Seifersdorf verschoben wurde.

Das Ladestraßengleis des neuen Seifersdorfer Bahnhofs war mit 145 m nicht knapp bemessen. Neben dem Güterschuppen ließ später ein Herr STEINERT einen separaten Lagerschuppen errichten, der im Jahre 1955 in das Eigentum der Einkaufs- und Liefergenossenschaft des Holzhandwerks eGmbH Dippoldiswalde überging.

Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs 1912

Als Eröffnungstermin der neuen Streckenführung Spechtritz – Dippoldiswalde stand der 20. April 1912 zur Debatte. Da aber an mehreren Bauwerken noch der letzte Farbanstrich fehlte und an jenen Tagen schlechtes Wetter herrschte (Nachtfröste, Schneefälle und Sturm) wurde ein realistischer Termin ins Auge gefasst - der 24. April 1912. An jenem Tag ging der neue Bahnhof von Seifersdorf mit dem Personenzug P 5326 in Betrieb, der auf seiner Bergfahrt um 12.23 Uhr im neuen Bf Malter mit dem aus Richtung Kipsdorf kommenden Personenzug P 5317 kreuzte. Die Lok des P 5326 war feierlich geschmückt und bekränzt. Mit dem Tage der Überleitung des Zugbetriebes auf die neue Streckentrasse Spechtritz - Dippoldiswalde wurden das gesamte Oberbaumaterial einschließlich der Brücken und Kunstbauten sowie alle Hochbauten der alten Streckenführung in Eigentum der Talsperrenbaugenossenschaft überführt.

Nach dem Abschluss der Bauarbeiten an der Sperrmauer in Malter ist im April 1914 das alte Streckengleis im Abschnitt zwischen Sperrmauer und dem aufgegeben Bahnhof von Seifersdorf abgebrochen worden, zuvor war bereits im Sommer 1913 der alte Streckenabschnitt Sperrmauer - Vorsperre Dippoldiswalde demontiert. Bis zum 09. November 1915 blieb das Gelände des aufgegebenen Seifersdorfer Bahnhofs sowie der talwärts liegende Streckenabschnitt bis zur neuen Bahnbrücke über die Rote Weißeritz (km 8,478) noch im Besitz der Staatsbahn. Man sah vor, auf dem alten Bahnhofsgelände Gütergleise vorrangig für das KÖNIG'sche Sägewerk zu nutzen und diese über eine Anschlussweiche unterhalb der Bahnbrücke mit der neuen Bahntrasse anzubinden.

Zeitraum ab 1915 bis 1964

Über mehrere Jahrzehnte war der Bahnhof Seifersdorf das lebendige Tor aus und in die Gemeinde. Hier wurden Kohle, Holz und Dünger umgeschlagen, reisten viele Menschen ab und trafen ein. Ebenso kam so manche frohe oder traurige Kunde per Bahnpost an oder erreichte von hier den Adressaten. Der Bahnbetrieb wurde von einem Aufseher abgewickelt, der sowohl Weichen und Signale zu stellen hatte als auch um den Fahrkartenverkauf und die Frachtpapiere zu kümmern hatte. Mit diesem Alltag war es aber zu Beginn des Jahres 1964 vorbei, denn da führte die Dresdner Reichsbahndirektion den so genannten vereinfachten Nebenbahndienst auch auf der Weißeritztalbahn ein.

Mit einer Anordnung der Direktion vom 21.11.1963 wurde bestimmt, ab dem 06. Januar 1964 den Bahnbetrieb zwischen Rabenau (ausschließlich) und Schmiedeberg (ausschließlich) nach den neuen Regeln zu führen. Den Bahnhof Seifersdorf, wie auch jenen in Obercarsdorf, gab man den Rang einer Zuglaufstelle mit zeitweiser Besetzung durch eine Hilfskraft im Betriebsdienst. Die Zugführer hatten die Aufgaben der Rangieraufsicht und der Rangierleitung zu übernehmen und die Zugschaffner sich am Rangieren zu beteiligen. Die Prüfung der Zugführer für die veränderten örtlichen Verfahren fand am 27.12.1963 statt. Der sicherungs- und fernmeldtechnische Dienst konnte allerdings die terminliche Einordnung der baulichen Veränderungen nicht halten, so dass der Einführungstermin des vereinfachten Nebenbahndienstes am 16.12.1963 bis auf weiteres verschoben wurde. Sicherungstechnische Veränderungen fanden erst zwischen 31.03.1964 07.30 Uhr und 06.04.1964 16.00 Uhr statt. Als Einführungstermin des vereinfachten Nebenbahndienstes wurde der 06.04.1964 10.00 Uhr endgültig festgelegt.
Die Bau- und Anpassungsarbeiten im Bahnhof Seifersdorf umfassten:

  • Änderung der Schlüsselformen der Weichen 1, 2, 3, 4, 5 und 6
  • Abbau der Signale A und E (Flügel) entfernen) und Ausbau des Hebelwerkes
  • Aufstellen der Signale So5 (Trapeztafel) in km 8,331 und km 8,990
  • Entfernen der Signale So6 (Kreuztafeln) in km 7,927 und km 9,385


Diese Maßnahmen wurden am 06.04.1964 in der Zeit nach 08.20 Uhr nach den Personenzügen P2405/2406 unter der Bauleitung des Meisters KIEßLICH des Sf-Postens Dresden Hbf ausgeführt, übrigens gleichzeitig mit denen in den Bahnhöfen Malter, Obercarsdorf und Schmiedeberg. Bis 10.00 Uhr mussten die Veränderungen vollzogen sein, damit der erste Zug nach dem neuen Verfahren, der Güterzug N 11246, pünktlich im Bf Rabenau abfahren konnte. Während der Veränderungen durfte sich auf dem gesamten Streckenabschnitt kein Zug befinden.

Zeitraum ab 1965 bis 2002

Wie oft der Bahnhof Seifersdorf ab 1964 mit einer betrieblichen Hilfskraft zeitweise besetzt war und ab wann er – so wie heute auch - völlig unbesetzt blieb, ist nicht bekannt. Es muss aber definitiv vor 1975 gewesen sein.(Zeitzeugen wurden bisher noch nicht gefunden)

Zeitraum ab Dezember 2002 bis 2006

Seit Dezember 2002 hat aber die Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn e. V. mit dieser Art der Tradition gebrochen. Es wurden nach der Jahrhundertflut 2002 Sonderfahrten der IG Weißeritztalbahn zu Feiertagen und in der Ferienzeit von dem Bahnhof Dippoldiswalde zum Bahnhof Seifersdorf bis 2006 durchgeführt. Diese Fahrten wären ohne die Unterstützung des VVO und der damaligen BVO (jetzt SDG) nicht möglich gewesen. Das verkürzte Gleis 3 wurde 2006 mit Spendengeldern „Flut 2002“ wieder auf seine ursprüngliche Länge aus bahntechnischen Gründen für den weiteren Wiederaufbau der Strecke bis Kipsdorf wieder hergestellt.

Zeitraum ab 2007 bis 2008

Mit Gründung der Arbeitsgruppe Bf Seifersdorf der IG Weißeritztalbahn e.V. wurden ehrenamtlichen Bauleistungen im Auftrag der Sächsischen Dampfeisenbahn Gesellschaft (SDG) durchgeführt, um den Erhalt der Gebäude und Anlagen zu sichern. Der Warteraum und der Schalterraum wurden bis zur Wiedereröffnung im Dezember 2008 renoviert, sowie notwendige Maßnahmen am Dach und Schornstein durchgeführt.

Zeitraum ab Dezember 2008

Wiedereröffnung der Teilstrecke Freital-Hainsberg-Dippoldiswalde.

Mit dem Beginn des planmäßigen Zugverkehr werden bei Sonderfahrten und an ausgewählten Wochenenden und bei Arbeitseinsätzen durch die Mitglieder der IG Weißeritztalbahn Fahrkarten und Souvenirs auf dem Bahnhof verkauft.

Das Jahr 2009

Die Arbeitsgruppe Bhf. Seiferdorf der IG Weißeritztalbahn e.V. renoviert zu Zeit im Auftrag der SDG die Außenfassade des Bahnhofsgebäudes und kümmert sich um die Grünanlage des Bahnhofes. Das heutige Bahnhofsgebäude ist mit seiner Größe nicht identisch mit dem Gebäude von 1912. Es wurden in den Jahren 3 Anbauten hinzugefügt. Sichtbar wurde es nach dem Entfernen der alten Farbbestände sowie durch Fotos von 1912.
Bis Oktober wurde die Außenfassade mit einen neuen Farbanstrich versehen. Die Dachrinne von dem Bahnhofsgebäude und der Toilette wurden im Auftrag der SDG von der Klempnerei Axel Arlt aus Dresden-Trachau erneuert. Die Renovierungsarbeiten an dem Toilettengebäude und an den Fenstern des Bahnhofsgebäudes werden im Jahr 2010 fortgesetzt.

Festlichkeiten auf den Bahnhof waren:

  • Während der Sonderfahrten zu Ostern kam es zu mehreren Zugkreuzungen auf dem Bahnhof Seifersdorf
  • Am 17. - 18. Juli fand das 1. Schmalspurfestival der Weißeritztalbahn mit Zugkreuzungen in Seifersdorf und einer Veranstaltung der IGW statt.
  • Während der nicht öffentliche Sonderfahrt zum Fristablauf der IV K 99 1608 am 25. August wurde ein längere Halt in Seifersdorf eingelegt.

Das Jahr 2010

Im Jahr 2010 setzten sich die Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten am Bahnhof Seifersdorf unter Federführung der Arbeitsgruppe Seifersdorf fort: "Am Toilettenhäuschen wurde die sich in einem schlechten baulichen Zustand befindliche Nordwand komplett erneuert. Anschließend bekam das gesamte Gebäude einen neuen Farbanstrich. Hier beteiligte sich auch die bekannte Folkloregruppe "De Randfichten", deren Mitglieder Thomas Unger, Michael Rostig und Thomas Lautenbach als Moderatoren der Sendung "Mit Volldampf durch die Heimat", eines Filmbeitrages des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) entlang der Weißeritztalbahn, fungierten und am Bahnhof Seifersdorf längere Zeit verweilten. Die Grünanlagen des Bahnhofsvorplatzes einschließlich der Blumenkästen und -ampeln wurden regelmäßig durch Vereinsfreunde betreut und gepflegt.

Festlichkeiten und Höhepunkte am Bahnhof Seifersdorf

    Während der Sonderfahrten zu Ostern, die durch SDG, VVO und die IGW durchgeführt wurden, fanden im Bahnhof Seifersdorf zahlreiche Zugkreuzungen statt. Außerdem hatte der "Osterhasenexpress" ein spezieller Sonderzug der Weißeritztalbahn hier einen längeren Betriebshalt. Für das leibliche Wohl der Fahrgäste sorgten die Mitglieder der IGW.
Anlässlich des 2. Schmalspurfestivals auf der Weißeritztalbahn, organisiert durch SDG, VVO und IGW, war der Bahnhof am 17. und 18. Juli wiederum Schauplatz zahlreicher Zugkreuzungen. Außerdem konnte endlich das IG-eigene und rekonstruierte Schienenmoped in seiner Funktion demonstriert werden. Für das leibliche Wohl sowie den Verkauf von Fahrkarten und eisenbahntypischen Souvenirs sorgten wiederum in bewährter Weise die Mitglieder der IG.

Das Jahr 2011

Auch im diesen Jahr gab es noch Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten zu erledigen. Im Februar wurde am Güterboden mit der umfangreichen Instandsetzung des Daches durch eine Dachdeckerfirma begonnen. Durch den schlechten Zustand der Holzverkleidung der Ostseite des Gebäudes, musste diese komplett mit neuen Brettern ersetzt werden. Nach Entfernung der alten Farbrester und notwendiger Ausbesserungsarbeiten wurden die vier Gebäudeseiten einschließlich der erneuerten Dachschalung wieder mit einen neuen Farbanstrich versehen. Diese Arbeiten sind von den Mitgliedern der IGW in guter Abstimmung mit der SDG ausgeführt worden.

Die Grünanlagen des Bahnhofsvorplatzes einschließlich der Blumenkästen und –ampeln wurden wieder durch Vereinsfreunde betreut und gepflegt.

Festlichkeiten und Höhepunkte am Bahnhof Seifersdorf 2011

Dazu gehörten, wie schon in den vergangenen Jahren, die Ostersonderfahrten der Weißeritztalbahn mit ihren Zugkreuzungen in Seifersdorf.
Während des 3. Schmalspurfestivals auf der Weißeritztalbahn am 16. und 17.Juli war der Bahnhof bei schönen Wetter wieder Schauplatz zahlreicher Zugkreuzungen. Außerdem kam auf dem Bahnhofsgelände das IGW-eigene Schienenmoped zum Einsatz.
Einen Höhepunkt stellte von der IGW und der SDG durchgeführte Sonderfahrt eines GmP(Güterzug mit Personenbeförderung) am 25. September dar. Der Zug umfasste die Lok VII K (99 1771-7) zwei Rollfahrzeuge jeweils beladen mit gedeckten Güterwagen, sowie einen Pack-und drei Personenwagen.Für das leibliche Wohl sowie den Verkauf von Fahrkarten und eisenbahntypischen Souvenirs sorgten wiederum bei allen Veranstaltungen die Mitglieder der IGW.

Das Jahr 2012

Von Januar bis April wurden die restlichen Renovierungsarbeiten am Güterboden durchgeführt. Die Laderampe ist komplett erneuert und in den ursprünglichen Zustand wieder hergestellt. Zeitgleich sind die umfangreichen Vorbereitungen für die Ausstellung im Güterboden zur Streckenverlegung von Spechtritz bis Dippoldiswalde 1912 anlässlich des Baues der Talsperre Malter mit erfolgt. Auch diesen Jahr waren die Blumen und die Grünanlagen in guten Händen der Vereinsfreunde.

Die Festlichkeiten und Höhepunkte am Bahnhof Seifersdorf 2012 waren:

Die Ostersonderfahrten der Weißeritztalbahn mit ihren Zugkreuzungen in Seifersdorf.
Von 12.-15.April Sonderfahrten anlässlich der 100 Jahre Streckenverlegung Spechtritz- Dippoldiswalde 1912-2012. Im Güterboden war die Ausstellung zur Streckenverlegung zu besichtigen.
Der 3. Dixielandzug machte am 23.Juni betriebsbedingt auch einen längeren Halt auf den Bahnhof Seifersdorf.
Auch zum 4. Schmalspurfestivals auf der Weißeritztalbahn am 14. und 15.Juli waren auf dem Bahnhof wieder Zug- Kreuzungen zu erleben. Sonderfahrten mit den Gastloks Aquarius C von der Preßnitztalbahn und IV K von der Traditionsbahn Radebeul - ein besonderes Erlebnis für alle. An den beiden Tagen erweckte die Ausstellung zur Streckenverlegung im Güterboden großes Interesse bei den Besuchern.

Die Jahre 2013 und 2014

Durch die Witterungseinflüsse entstandenen Schäden an den Gebäuden des Bahnhofs haben wir in den beiden Jahren die ersten Ausbesserungsarbeiten durch geführt. Die Pflege der Blumen wurde trotz den widrigen Wetterbedingungen mit großen Aufwand vor den Mitgliedern des Vereins bewältigt. Der Zustand der Grünanlage des Bahnhofsgelände ist mit vielen Arbeitseinsätzen weiterhin verbessert wurden.

Großen Zuspruch bei unseren Gästen fanden die Traditionsveranstaltungen wie der Dixizug ,das Schmalspurbahn- festival, die Zuckertütenfahrt und der GmP-Sonderzug .
September 2013 fanden die Feierlichkeiten zum 130. Jubiläum der Weißeritztalbahn statt.
Im Oktober 2013 war die I K Nr. 54 das erste Mal auf der Strecke der Weißeritztalbahn von 19. -23.Oktober im Einsatz.
Zu den planmäßigen Bauarbeiten im November 2014 auf der Teilstrecke von FTL-Hainsberg bis Dippoldiswalde war der Bahnhof Stützpunkt für das Baumaterial und den Bauzug.
Der Osterhase mit seinen Sonderzügen fährt nun bis Malter um seine Ostereier zu verstecken, da der Mühlenhof in Seifersdorf nicht mehr für die Öffentlichkeit zu Verfügung steht. Leider!

Aufgeschrieben von Prof. Dr. Hans-Christoph Thiel (Zeitraum bis Jahr 2002)
und Rainer Malcherek (ab Zeitraum 2002)